tier-magazin.de

 

Jetzt Schildkröten aus der Winterruhe aufwecken!

Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe (ZZF) empfiehlt, Schildkröten nur langsam aus der Winterruhe aufzuwecken / Mit beheiztem Terrarium vor neuem Kälteeinbruch schützen / Zoofachhandel gibt Tips zur Schildkrötenhaltung

Anfang März können Schildkröten aus der Winterruhe aufgeweckt werden. Schildkrötenhalter sollten dabei schrittweise und behutsam vorgehen, damit die Tiere ihren Stoffwechsel ganz langsam ankurbeln, rät der Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe e.V. (ZZF). „Die Winterstarre ist für die meisten gesunden Landschildkröten wie Griechische Landschildkröten, Steppen- oder Breitrandschildkröten ein Muß, vor allem für die erfolgreiche Zucht“, erklärt ZZF-Präsident Klaus Oechsner. Im Freilandgehege gilt die Winterruhe wegen den wechselnden Temperaturen in hiesigen Breitengraden allerdings als unsicher. Die meisten Schildkrötenhalter lassen ihre Tiere daher in einer mit Laub und feuchter Gartenerde gefüllen Kiste in kühlen, dunklen Kellerräumen oder in einem täglich gelüfteten Kühlschrank bei vier bis sechs Grad überwintern.

Für das „Aufwachen“ bringt man die Tiere für einige Tage in eine etwas wärmere Umgebung, am besten in ein auf 12 bis 15 Grad erwärmtes Terrarium. Normales Tageslicht ist ausreichend. Danach wird die Temperatur mit Hilfe von Wärmestrahlern, einer Bodenheizung oder durch einfallende Sonnenstrahlen auf normale Zimmertemperatur, etwa 20 Grad, erhöht.

Wichtig ist die langsame Erwärmung, da sich sonst der Schildkrötenpanzer verfärbt. Sobald die Tiere die Wärme spüren, krabbeln sie ans Tageslicht. Mit einem kurzen Check läßt sich feststellen, ob sie gesund sind. Die Augen müssen klar und weit geöffnet sein, die Nase trocken, das Innere des Mauls klar und rosa. Zudem sollte es keine gefärbten oder weichen Stellen auf dem Panzer geben. Die aufgewachten Schildkröten werden in lauwarmem Wasser gebadet, damit sie trinken und sich der Wasserhaushalt normalisiert. Wenn die Tiere anfangen herumzukrabbeln, sollte mit der Fütterung begonnen werden.

Der ZZF empfiehlt, noch 14 Tage nach dem Aufwachen leichte Kost ohne Obst zu füttern und erst dann auf normales Futter umzusteigen. Schildkröten, die im Freiland überwintert haben und von allein aufgewacht sind, müssen anfangs vor einem neuen Kälteeinbruch geschützt werden. Denn bei Frost ziehen sich die Tiere wieder zurück, ohne über genügend Nahrungsreserven zu verfügen. Auch bei naßkaltem Wetter oder wenn die Außentemperaturen noch unter 15 Grad liegen, sind die Tiere vorsorglich in ein erwärmtes Terrarium zu setzen. Vor allem Maurische Landschildkröten und Steppenschildkröten sollte man erst ins Freie bringen, wenn das sommerliche Wetter eintritt.

Weitere Tips zur artgerechten Schildkrötenhaltung bietet der Zoofachhandel und der ZZF unter seiner Hotline 06103/9107-32 (Mo 12-16 Uhr, Do 8-12 Uhr) oder in seiner Online-Tierpraxis www.zzf.de.

| HOME |

Suchen auf tier-magazin.de