Hüftgelenksdysplasie
Hüftgelenksdysplasie bei Hunden: Goldimplantate können helfen!
Diagnose Hüftgelenksdysplasie (HD) - eine der häufigsten Erkrankungen bei großwüchsigen, vor allem reinrassigen Hunden. HD ist eine Fehlbildung der Hüftgelenke, die zu schmerzhafter Arthrose führt. In Deutschland leiden rund 250 000 Vierbeiner unter dieser Krankheit: Ein Medikament, das die Entwicklung hemmt, gibt es bis heute nicht.
Was ist Hüftgelenksdysplasie (HD)?
Hüftgelenksdysplasie ist eine Fehlbildung der Hüftgelenke, die in den ersten 15
Lebensmonaten auftritt. Ursache: die Gelenkpfanne am Beckenknochen und der
Kopf des Oberschenkels passen nicht korrekt zueinander. Oft ist die Pfanne zu
flach, so dass der Kopf aus der Pfanne herausrutscht. In einigen Fällen ist aber
auch der Kopf des Oberschenkels fehlgebildet. Durch permanentes Scheuern
entsteht dann an der Gelenkoberfläche eine Arthrose. Die Folge sind knöcherne
Verformungen des Gelenkes, die dem Tier große Schmerzen bereiten und in
seiner Beweglichkeit einschränken. Folge: Die Hunde versuchen die
Hintergliedmassen zu entlasten, doch diese Schonhaltung führt zu
Muskelschwund und die Gelenkarthrose wird schlimmer.
Welche Ursachen hat HD?
Hüftgelenksdysplasie wird vererbt und trifft vorwiegend großwüchsige Rassehunde.
Eine unsorgfältige Zuchtauswahl ist die Hauptursache dieser Krankheit. Nach den
Erfahrungen unseres Studiogastes Dr. Margrit Rogalla tritt HD häufig bei folgenden
Rassen auf: Deutscher Schäferhund, Golden Retriever, Labrador, Neufundländer,
Rottweiler, Berner, Sennenhund, Dogge, Dobermann, Bobtail.
Grundsätzlich gilt: alle großen Hunde sind HD-gefährdet, denn auch
Mischlingshunde können die Krankheit vererben. Begünstigt wird die Krankheit
durch falsches Futter im Welpenalter oder Übergewicht. Gerade junge Hunde
sollten immer möglichst schlank und leicht sein, so drückt ihr Gewicht nicht auf
die noch wachsenden Gelenke.
Wie erkenne ich eine HD-Erkrankung?
Frühestens im Alter von einem Jahr kann bei einem Hund anhand von
Röntgenaufnahmen der Grad der Erkrankung eindeutig festgestellt werden.
Bei einer bereits ausgebildeten HD kann auch ein ungeschulter Beobachter die
Krankheitsanzeichen an dem wackeligen, schaukeligen Gang der Hinterhand oder
am "Hinken" des Hundes erkennen.
Was kann man tun, wenn mein Hund HD hat?
Je nach Alter des Hundes und Stadium der Krankheit entscheidet sich ihr Tierarzt
für die eine oder andere Therapie. Manchmal reicht eine Bewegungstherapie,
verbunden mit einer Futterumstellung. Bei schwerwiegenden Fällen müssen
Schmerzmittel und Kortison verabreicht werden, doch die Wirkung ist begrenzt
und die Nebenwirkungen sind erheblich. Oft hilft nur noch eine Operation. Die
klassischen und häufigsten Methoden sind Muskeldurchtrennung, Korrektur des
Beckens oder Einsetzen einer künstliche Hüfte.
Neue Therapie: mit Goldimplantaten gegen den Schmerz
Die Goldimplantation ist eine nebenwirkungsfreie und sehr schonende Methode
nach den Akupunkturprinzipien. Sie wird in Deutschland erst seit einigen Jahren
zur Behandlung von Gelenkerkrankungen eingesetzt. Doch wird sie bisher nur von
wenigen Tierärzten praktiziert. Man behandelt nicht das kranke Gelenk direkt,
sondern den Arthrose-Schmerz. Unter Narkose werden mehrere 24-karätige, 1
mm große Goldstückchen mit Hilfe von Spezialkanülen in die entsprechenden
Akupunktur-Punkte abgelegt. Die Kunst des Tierarztes besteht darin, die Punkte
für jeden Hund individuell auszuwählen und beim Eingriff die Kanüle nicht zu tief zu
stechen. Denn Nervenstränge und Gelenkkapseln dürfen nicht getroffen werden.
Um die Wirkung der Goldimplantate noch zu verstärken, wird auch an anderen
Stellen des Bewegungsapparates Gold eingesetzt. Dadurch wird das Gewebe
gelockert, die Durchblutung gesteigert und die Schmerzleitung gehemmt. Der
Eingriff ist einmalig und wirkt ein Hundeleben lang.
Wie kann ich vermeiden, an einen Hund mit HD zu geraten?
Wenn Sie sich einen großen Rassehund anschaffen wollen, wenden Sie sich an
einen seriösen Züchter, der nur HD-freie Hunde für die Zucht nimmt. In der Regel
sind solche Züchter auf eine Rasse spezialisiert, betreiben keine Massenzucht
und haben daher oft nur einen Wurf zur Auswahl. Achten Sie darauf, wie die
Hunde gehalten werden und ob die Elterntiere anwesend sind. Lassen Sie sich
den Abstammungsnachweis zeigen. Darin muss registriert sein, ob bei dem Hund
ein HD-Risiko besteht. Reicht die Ahnentafel nur bis zu den Eltern oder
Großeltern, lassen Sie sich auch deren Papiere zeigen. Eine absolute Sicherheit
gibt es allerdings nicht. Denn HD ist eine Erbkrankheit und kann nach
Generationen wieder zum Vorschein kommen.
Weitere Informationen über Hüftgelenksdysplasie finden Sie HIER !
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